Benteli Verlag Bern, 1981
Die beiden Ehepaare schieben sich gegenseitig die Untreue zu.
Milde ist hier nicht angebracht, da der Delinquent auf einen neuen Rückfall lauert.
Wenn es der Angeklagte übers Herz bringt zu gestehen, so schwimmen ihm die mildernden Umstände davon.
Ich nehme das Urteil an mit dem Vorbehalt, dass ich es nicht absitzen muss.
Ich beantrage Abweisung der Klage, da diese mit den Ansichten des Beklagten nicht übereinstimmt.
Eine Störung der öffentlichen Ordnung liesse diese dem Abgrund zustreben.
Eine bedingte Verurteilung ist hier angezeigt, da der Angeklagte sich redlich bemüht, seine bisherigen Untaten zu vergessen.
Nachdem dieser Bursche hunderttausend Franken ertrogen hatte, wurde seine Ehrlichkeit allmählich angezweifelt.
Als die Verbrecherbande sich von mir umzingelt sah, streckte sie die Waffen und übergab sich.
Seine Raubzüge führte er jeweils unter dem Schutze der Dunkelheit aus, die sich dadurch mitschuldig machte.
Es darf angenommen werden, dass der Einbrecher durch ein offenes Fenster eingestiegen ist, da ihm die verschlossene Tür sonst Widerstand geleistet hätte.
Da immer mehr Abfall in den Dorfbach geworfen wird, kann dieser die Gewässerverschmutzung nicht abstreiten.
Aus dem anfänglichen Gespräch entwickelte sich sehr bald eine Auseinandersetzung, an der sich schliesslich auch einige ausgerissene Stuhlbeine beteiligten.
Die Falle, die ich den Dieben gestellt hatte, schnappte leider zu, bevor sie wirksam geworden war.
In der total ausgeraubten Ladenkasse blieben nur noch Spurenelemente des einstigen Reichtums zurück.
Tit. Mathilde
Seitdem du mir das letzte Mal beim Aufsatz der Spickzettel gespickt hast, gspüre ich immer mehr, dass du anderst bist als die andern unserer Klasse. Du lachst mich nicht aus bei jedem Fehler, der ich mache, sondern du greifst mir mit deinem schwachen Verstand unter meine Arme, sodass dieselben keine schlechtere Note als ungenügend bekommen. Du hast mir gestern auch ein Oepfel gegeben, und ich habe denselben stübis rübis aufgegessen samt dem Wurm, wo darin hauste, weil ich nämlich wusste, dass derselbe eine persönliche Aufmerksamkeit von dir ist. Ich greife darum zur Feder, weil ich es dir vor den andern doch nicht sagen kann, denn sonst heisst es sofort, ich seigi einen Meitlischmöcker. Leider kann ich nicht so schön schreiben wie ich es im Kopf habe, weil die Feder kratzt. Ich schreibe nämli auf der Post. Sie hat nur noch einen Spitz.
Sehr geehrte Mathilde, wenn ich auf mein langes Leben zurückblicke, so will es mir scheinen, als sei dasselbe erst durch dir in das Stadion der Vollendung eingetreten. Nicht wegen dem Spickzettel und wegen dem Oepfel allein.
Jetzt, wo ich dein Wurm gekostet und dein Spickzettel versteckt habe, jetzt möchte ich dich herzlichst anfragen, ob du nicht mein Schulschatz werden möchtest.
Wenn ja, so würde ich dir dann auch hie und da ein Spickzettel angedeihen lassen. Am besten bin ich im Singen und Turnen. Als Gegenleistung könntest du mich wieder im Aufsatz spicken, weil ich der Werfall nicht von des Wenfalls unterscheiden kann.
Mit vorzüglicher Hochachtung
dein Göpfi
Wir haben nichts gegen die Naturfreunde einzuwenden. Aber hier im Ratssaal lassen wir uns nicht ständig den Busen der Natur um die Ohren schlagen.
Der Beitritt zu diesem internationalen Abkommen sollte so lange überlegt werden, bis er uns als reife Frucht in den Schoß fällt.
Wenn die Hochbaudirektion sich in die Geschäfte der Finanzverwaltung mischt, so entsteht ein Salat ähnlich dem Turmbau zu Babel.
Ich beantrage, die Abstimmung zu verschieben, bis man genau weiß, ob überhaupt abgestimmt werden soll oder nicht.
Wenn die Reklamanten an unserer Stelle wären, würden sie die gleichen Fehler begehen wie wir, ausgenommen jene, von denen sie nichts wissen.
Ein Defizit, das alle zahlen müssen, ist weniger schlimm als ein Überschuß, an dem sich alle beteiligen möchten.